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Alex seine Neujahrsvorsätze

alex neujahrsvorsätze

Eigentlich mag ich ja keine Vorsätze für das neue Jahr fassen. Aber Gianna schlug vor, das neue Jahr auch im Blog beginnen zu lassen. Außerdem habe ich gerade einen kleinen Durchhänger, was das Schreiben angeht. Es gibt zwar noch viel zu sagen, aber es will mir nicht so recht aus den Fingern fließen. Also nehme ich den Aufruf an. Und nach ein wenig Nachdenken, gefällt mir die Idee des Neujahrsvorsatz auch wieder ganz gut. Schließlich sind Ziele gut und wichtig. Erinnert mich aber bitte daran, dass ich sie auch überprüfe und meinen Fortschritt im Erreichen mit euch teile. Ein wenig sozialer Druck kann nicht schaden.

Gianna hat einen sehr lesenswerten “Meta-Vorsatz-Artikel” geschrieben, der sich mit Vorsätzen an sich beschäftigt. Dem gibt es auf theoretischer Ebene nichts hinzuzufügen. Darum gehe ich zur praktischen Seite über und erzähle von meinen Vorsätzen für das neue Jahr.

Ziel 1: Weniger werten

Das erste Ziel stammt nicht von mir aber es hat mir schon ein wenig imponiert, als mir ein Freund Ende des letzten Jahres – pardon, des vorletzten Jahres – davon erzählte: Weniger werten.

Klingt ganz unspektakulär und auch fragwürdig, wie das in den Blog passen könnte. Ich finde aber, das es ganz ausgezeichnet zu Ahimsa passt. Denn ich bewerte ja meistens keine Tatsachen, sondern Menschen. Und wer bitte bin ich, über andere Menschen urteilen zu können? Das ist respektlos und damit ganz “unahimsaistisch”. Und noch etwas: Werten macht unglücklich.

Nehmen wir zum Beispiel meinen Nachbarn, der mich ständig mit lauter Musik, grunzendem Lachen und häufigen Besuchen von Hausprostituierten nervt. Warum nervt mich das? Mir kann sein Lebensstil doch herzlich egal sein. Weil ich das aber bewerte, widert es mich an. Werte ich ihn nicht, muss ich mich auch nicht darüber ärgern. Weniger zu werten ist also definitiv ein Schritt auf dem Weg zu einem glücklicheren Leben.

Ziel 2: Früher aufstehen

Ich gestehe es: Ich bin ein Langschläfer. Schon immer gewesen. Aber es soll ja auch Leute geben, die morgens, wenn sie die Augen das erste Mal blinzelnd aufschlagen, direkt Hummeln im Hintern haben und Energie geladen aufspringen (è vero, Signora?). Ich bin da anders. Ganz anders. Vor zehn Uhr braucht man an einem freien Tag erst gar nicht mir zu rechnen und selbst das ist dann früh. Und auch in der Woche quäle ich mich eher aus dem Bett als dass ich mich auf einen neuen Tag freue.

Warum das ändern? Weil es morgens so ruhig und friedlich da draußen ist. Und weil ich es gerne ruhig angehen lasse. Ich ärgere mich eigentlich jeden Morgen darüber, dass ich in Hektik das Haus verlasse, um wenigstens ansatzweise pünktlich zur Arbeit zu kommen – und selbst das dann nicht klappt (hallo, Chef). Den ganzen Stress dann jedes Mal nur, für nur noch fünf Minuten noch mal rumdrehen. Fünf Minuten, die zu 30 Minuten werden. Und 30 Minuten Halbschlaf machen mich danach auch keinen Deut munterer.

Aber um wie viel entspannter könnte der Tag beginnen, wenn ich wüsste, erst in zwei Stunden und nicht schon in 30 Minuten auf der Arbeit sein zu müssen! Mein zweites Ziel soll es also sein, täglich um sechs Uhr aufzustehen. Und wenn ich täglich schreibe, dann meine ich auch täglich. Aber das heißt nicht, dass es künftig kein Wochenende mit langem Schlafen mehr geben muss. Ich drehe den Spieß einfach um und gehe, wenn ich lange schlafen will, einfach eher ins Bett. Ha! Was ein Plan!

Dass aber jetzt niemand meint, ich sei ein wahnsinnig disziplinierter Mensch und verdiene Bewunderung! Das sind ja nur Vorsätze. ;) Schauen wir mal, wie gut ich mich selbst daran halte. Loben wir die Schlacht nicht vor dem Sieg und das Schwert nicht vor dem Hieb. Oder wie es in Italien (ganz unvegan) heißt: “Non dire gatto se non l’hai nel sacco!”

Foppt mich in den Kommentaren ruhig mal, wenn es nach 30 Tagen noch kein Update gibt. Ihr wisst schon, sozialer Druck und so.

Kleiner Senf von Gianna
Früher aufstehen ist auch eines meiner persönlichen Ziele: Obwohl ich offenbar dafür bekannt bin, morgens energiegeladen aus dem Bett zu hüpfen und anderen damit auf die Nerven zu gehen, hat sich das im letzten halben Jahr massiv gewandelt. Ich vermutete schon organische Ursachen, doch der Hund liegt wohl darin begraben, dass ich einfach überarbeitet bin. Dementsprechend passiert in meinem Leben derzeit außer Arbeiten und Schlafen nicht mehr viel. Das soll sich ändern – und ein kleiner Schritt in diese Richtung ist früheres Aufstehen. Ich habe mich in den letzten zwei Wochen schon mal heimlich herangetastet und ein paar Dinge ausprobiert, die ich dazu recherchiert habe – mehr dazu in einem separaten Artikel.

P. S.: Ein besonders guter Vorsatz fürs neue Jahr könnte sein, diesen Beitrag in Deinen sozialen Netzwerken zu teilen. Vielleicht freuen sich andere darüber und finden ihn nützlich. Auf jeden Fall freuen sich hier die zwei Menschen, die sich die Mühe mit diesem Beitrag gemacht haben, sehr darüber. Karma und so, verstehste? ;)

Foto: Rittersporn, ” Viel Glück im neuen Jahr! Auf ein Neues!” | Some rights reserved | Quelle: www.piqs.de

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