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Bank-Wechsel

Anfang des Jahres habe ich im Rahmen eines Treffens des Global Marshall Plans an einem Stadtrundgang von Kölle global teilgenommen. Eine der Stationen informierte über die Rolle der Banken beim Thema Nachhaltigkeit. Ein Zusammenhang, den ich mir so vorher nicht bewusst gemacht hatte.

Was habe ich mit Banken zu tun?

Ich bin ein kleiner Angestellter mit niedrigem Einkommen. Meine Sparquote tendiert gegen Null. Folglich waren nachhaltige Investitionen für mich nie ein Thema. Was soll ich denn von meinem mickrigen Gehalt investieren?

Was für ein Irrtum! Denn natürlich wird mein Gehalt auf das Konto bei einer Bank eingezahlt. Und die Bank bewahrt meine Einlagen nicht im Tresor auf, sondern investiert sie, um ihrerseits Geschäfte zu machen. Von den Gewinnen der Bank bekomme ich wiederum einen lächerlich kleinen Anteil in Form von Zinsen zurück – vorausgesetzt mein Konto befindet sich ausnahmsweise mal im Plus. Auf diese Weise hat also auch mein Geld Anteil am globalen Finanzmarkt.

Was macht die Bank mit meinem Geld?

Gut, die Bank unterstützt jetzt mit meinem Geld irgendwo auf der Welt irgendwelche Projekte und gibt mir einen Anteil ihrer Gewinne zurück. Nicht gut! Alles andere als gut sogar. Denn welche Projekte fördert so eine Bank wohl? Narürlich die, die den größten Gewinn versprechen. Und das ist sicher nicht der Kredit für den Schreiner von nebenan, der eine neue Bandsäge braucht, oder der mittelständische Betrieb, der eine kleine Durststrecke zu überbrüken hat.

Das große Geld liegt heute ganz woanders. Zum Beispiel im Rohstoffabbau, im Öl-Palmen-Anbau oder in der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Und da mischen unsere Banken – allen Lippenbekenntnissen zum Trotz – kräftig mit. Mein kleines Gehalt finanziert so die Abholzung des Regenwaldes und den Hunger in der Welt mit. Das kann ich nicht wirklich wollen.

Alternative “Green Banking”

Zum Glück gibt es mittlerweile einige Banken, die sich an einer nachhaltigen, ökologischen und ethisch vertretbaren Wirtschaftsförderung orientieren. Ganz oben rangiert dabei in Deutschland die GLS – Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken. Das ist nicht nur ein schöner Name, sondern auch Programm.

Wer etwas gegen den Hunger in der Welt, gegen steigende Ungerechtigkeit und rücksichtslose Ausbeutung der Natur hat, der sollte sein Geld nicht den weltweit agierenden Großbanken mit ihren Menschen verachtenden Investitionen zur Verfügung stellen. 

Weitere Informationen zum Thema verantwortungsvolles und nachhaltiges Investieren findet ihr unter den folgenden Links:

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