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Gute Vorsätze: umsetzen oder umwerfen?

Vorsätze für 2015

Die ewige Krux mit den Neujahrsvorsätzen: Klassische Vorsätze beschäftigen sich mit Gewichtsverlust, Fitness oder den eigenen Finanzen. Doch jeder ist schon mal bei einem dieser klassischen Vorsätze gescheitert. Vielleicht findest Du durch unseren Artikel ja zu Deinem ganz persönlichen, umsetzbaren Vorsatz.

Der Jahreswechsel liegt gut vier Wochen zurück und damit reden auch alle über ihre Vorsätze für das neue Jahr. Manch einer mag den Vorsatzwahn belächeln, doch insgeheim nimmt sich fast jeder etwas vor (dessen Umsetzung in unterschiedlichen Graden unwahrscheinlich ist). Wir wollen hier keine Lanze für oder wider die guten Vorsätze brechen, aber eine Hilfestellung bieten, falls Du ebenfalls darüber nachdenkst oder Dich bereits darüber ärgerst, dass Du noch keinen der gefassten Vorsätze wenigstens ansatzweise befolgt hast. Übrigens: Gute Vorsätze kannst Du auch unterjährig fassen, dafür musst Du nicht erst auf den nächsten Silvesterrausch warten.

Wenn Du zurückblickst auf Deine Vorsätze der letzten Jahre: wie viele davon hast Du tatsächlich erfolgreich umgesetzt? Und wie häufig waren es immer wieder dieselben Vorsätze – etwa “abnehmen”, “mit dem Rauchen aufhören”?
Unserer Ansicht nach bringen gute Vorsätze nur dann etwas, wenn sie:

  • möglichst wenige sind,
  • möglichst konkret formuliert sind,
  • einen festen Zeitrahmen haben und
  • möglichst realistisch sind.

Du könntest damit anfangen, Deine Vorsätze so umzuformulieren, dass sie alle oben genannten Kriterien erfüllen. Setz Dir dabei lieber kleinere Ziele als zu große und versuche, sie zu übertreffen (etwa sechs Kilo statt fünf abnehmen) und belohne Dich dafür. Allerdings garantiert das noch nicht, dass sie zu Dir passen und sich leicht umsetzen lassen.

Mach Deine eigene Vorsatzliste

Es gibt tausend Listen mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr 2015 – aber passen diese Vorsätze wirklich zu Dir? Wir wollen Dir ein paar Tipps geben, wie Du die Vorsätze findest, die wirklich zu Dir passen.

Was hat Dir im vergangenen Jahr die größten Sorgen/das größte Ärgernis bereitet? War es die Umweltverschmutzung durch in Plastik verpacktes Obst und Gemüse, steigende Spritpreise, eine Zahl auf Deiner Waage oder das mysteriöse Einlaufen Deiner Lieblingsklamotten? Schreibe Deine zehn größten Sorgen aus 2014 auf und versuche dann, jede einzelne Sorge einem übergeordneten Bereich zuzuordnen: Umwelt, Selbstverwirklichung, Gesundheit, etc. Es sollten Sorgen bzw. Ärgernisse sein, die sich noch nicht von selbst aufgelöst haben (etwa Ärger über den Job, den Du zum Ende des Jahres dann aber bereits gegen einen neuen Job eingetauscht hast). Möglicherweise entspringen mehrere Sorgen demselben Bereich. Markiere die wichtigsten mit einer lebensbejahrenden Signalfarbe (maximal drei). Versuche dann, daraus Vorsätze zu entwickeln, um diese Sorgen in 2015 zu elimieren oder der Eliminierung zumindest ein Stück näher zu kommen.

Welche Person oder Entwicklung im vergangenen Jahr hat Dich am meisten beeindruckt oder inspiriert? Notiere Dir, was Dir dazu spontan einfällt. Versuche auch hier jede Notiz einem übergeordneten Bereich zuzuordnen und Gemeinsamkeiten zu finden. Es muss nicht immer gleich die Weltherrschaft sein. Falls Dich etwa eine 365-Tage-Photoserie beeindruckt hat, versuch es doch selbst einmal. Hier findest Du ein paar Inspirationen:

Tipp: Die eigene Vergesslichkeit austricksen

Ein simpler, altmodischer Trick kann Dir dabei helfen, Dich selbst an Deine Vorsätze zu erinnern. Alles was Du dazu brauchst, ist ein Stift, ein weißes Blatt Papier, ein Briefumschlag und eine Briefmarke – und hoffentlich ein verlässlicher Freund:

  • Verfasse einen Brief an Dich selbst. Formuliere Deine Vorsätze als Fragen, etwa: “Was habe ich seit [Datum, an dem Du den Vorsatz gefasst hast] dafür getan, um [Vorsatz] umzusetzen?”
  • Überlege Dir eine motivierende Nachricht an Dich selbst. Genau für diese Motivation ist es wichtig, dass Du diesen Brief schreibst, sobald Du Deine Vorsätze gefasst hast – die Motivation und der Ansporn sind jetzt am größten.
  • Frankiere den Brief und adressiere ihn an Dich selbst.
  • Gib den Brief einem guten, zuverlässigen Freund und bitte ihn, diesen Brief nach vier Monaten in einen Briefkasten zu werfen. Du wirst Dich wundern: Bis dahin hast Du längst vergessen, dass Du diesen Brief geschrieben hast und wirst zumindest kurz überrascht sein, wenn Du ihn dann erhältst.

Solltest Du Deine Freunde nicht mit dieser Aufgabe belasten wollen, kannst Du den Brief auch in einen größeren Umschlag stecken und an mich senden, ich sende Dir den Brief dann zu. Ungelesen, versteht sich. Meine Adresse findest Du im Impressum.

Moderner Erinnerungsdienst

Eine etwas modernere Variante, um der eigenen Selbstdisziplin auf die Sprünge zu helfen, verspricht Neujahrsvorsatz.de. Dort kannst du bis zu drei Vorsätze eingeben. Im Abstand von je einer Woche bekommst Du dann sechs Wochen lang eine Erinnerung an diese drei Vorsätze via E-Mail. Leider kann man das Absenden nicht zeitverzögert einstellen. Alternativ kannst Du auch einfach Erinnerungen in Deinen elektronischen Kalender auf Deinem Smartphone, Outlook oder Google eingeben. Unserer Ansicht nach bringen elektronische Erinnerungen wie E-Mails und Kalender-Erinnerungen allerdings nicht so viel, da sie sich zu leicht ignorieren lassen und in der täglichen Informationsflut leicht untergehen. Aber wähle einfach die Methode, die Dir selbst am besten zusagt.

Beispiel gefällig?

Falls Du noch etwas ratlos bist, wie Achtsamkeit und Neujahrsvorsätze zusammenpassen: Alex hat schon mal die Hosen runtergelassen (sorry, davon gibt es leider kein Photo) und seine Neujahrsziele genannt. Vielleicht inspiriert Dich sein Artikel ja, auch eine Kleinigkeit in den folgenden 365 Tagen Deines Lebens zu verändern.

Wir wünschen Dir viel Erfolg und freuen uns auf Deine Berichte!

P. S.: Ein besonders guter Vorsatz fürs neue Jahr könnte sein, diesen Beitrag in Deinen sozialen Netzwerken zu teilen. Vielleicht freuen sich andere darüber und finden ihn nützlich. Auf jeden Fall freuen sich hier die zwei Menschen, die sich die Mühe mit diesem Beitrag gemacht haben, sehr darüber. Karma und so, verstehste? ;)

Foto: Anyblue, “Sehr viel Glück” | Some rights reserved | Quelle: www.piqs.de

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